Der Schatz am Berg – fast wie „Die Schatzinsel“

Der Schatz am Berg – fast wie „Die Schatzinsel“
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Vermutet werden Schatztruhen bekanntlich auf einsamen Inseln, die in der Vergangenheit von heimtückischen Piraten heimgesucht wurden. Es soll jedoch eine ganz spezielle Abart von Gebirgspiraten gegeben haben, die sich einen Spaß daraus gemacht haben, und ihre Habseligkeiten im Schnee vergruben. Wohl wahr, dass sie nicht die Intelligentesten ihrer Zunft waren…

Wer jetzt nach einer Schatzkarte sucht – die braucht man ja bekanntlich um einen Schatz zu finden – dem schlage ich erstmal „google Maps“ vor, um die Anreise nach Obertauern zum Gamsleiten Kriterium zu planen. Das Gute am Gamsleiten Kriterium ist, dass man mit ein bisschen Glück nicht mehr mit dem Schiff nach Hause fahren muss, wie im Buch „Die Schatzinsel“, sondern den Komfort eines neuen BMW genießen kann. Autofahren bitte unterlassen wenn folgendes eintritt: Ein torkelnder Gang nach einem Schatzfund ist nicht ausgeschlossen…. Soll ja auch eine Bottle voll Rum hier bei uns geben.

Um es jetzt mal kurz zu fassen: Das Gamsleiten Kriterium macht einen mortz Spaß, das kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nur zu gut berichten. Ich war zwar bei meiner letzten Teilnahme eigentlich ein richtig schlechter Schatzsucher, aber das hat den Spaß den ich am ganzen Wochenende hatte nicht geschadet. Um es gleich vorweg zu sagen – ich habe keine Schatzkiste ausgegraben. Dafür gab es jetzt mehrere Gründe, aber der Hauptgrund dafür war wohl eine durchzechte Partynacht und schlicht weg mangelndes Glück in diesem Spielchen. Aber wie sagt man so schön…. Pech im Spiel – Glück in der Liebe! Wer unseren Blog hier ab und zu verfolgt, der wird bemerkt haben, dass doch einige Leute über ihr Liebesglück in Obertauern berichten. Aber das ist eine andere Geschichte!

Startschuss...

Startschuss…

Aber jetzt zu meinem Wochenendablauf vom Gamsleiten Kriterium….

Am Freitag habe ich mir natürlich, wie es die Teilnahmebedingungen des Gamsleiten Kriterium vorsehen, eine Startnummer gezogen. Die war ziemlich niedrig, was ja auf der einen Seite die Gewinnmöglichkeit hoch schraubt, aber zum anderen früheres Aufstehen erfordert hätte. Ja! „hätte“, denn wie ich schon erwähnt habe, kam mir eine durchzechte Nacht dazwischen. Nachdem ich dann am Samstag morgen mit ein bisschen Verspätung bei der Talstation der Gamsleitenbahn 2 ankam und über eine der steilsten Pisten Europas im high speed runter gefahren bin, ging der Spaß erst richtig los. Man glaub es ja kaum, aber selbst nachdem ich zu spät am Start war, konnte ich auf der berüchtigten Piste des G2 ziemlich viele Leute überholen. Die hatten also entweder einen noch schlimmeren Zustand als ich, waren beim Skifahren schlechter, oder sie hatten sich einfach zu wenig Mut für die Piste angetrunken. Aber nachher gibts ja immerhin ein T-Shirt wo drauf steht „Ich war dabei!“, was wiederum heißt, ich hab mich über die Piste vom Gamsleiten 2 runter getraut. Ist ja auch nicht selbstverständlich, aber was macht man nicht alles um Spaß zu haben und dabei noch so eine tolle Gewinnchance zu haben.

Angekommen auf der G2 „Schatzinsel“ – ähhh falsch, am G2 „Schatzberg“

Fleißig am Ausgraben.

Fleißig am Ausgraben.

Erstmal einen Platz suchen den ich umackern wollte. Krafteinteilung ist hier gefragt, denn nach ca. 15 Minuten ging mir schon das erste Mal die Luft aus und die Kehle war auch schon trocken. Glücklicherweise reichte mir ein nettes Promotiongirl einer Bierfirma eine Bierdose um meinen Flüssigkeitshaushalt wieder unter Kontrolle zu bringen. Zugegeben – meine Motivation war schon am Ende. Plötzlich unmittelbar neben mir ein Jubelschrei! Ja, ein anderer Schatzgräber hatte die Stelle unmittelbar neben mir umgeackert und eine Kiste ausgegraben – tja das war eigentlich Pech für mich, motivierte mich aber doch weiter zu machen – immerhin wollte ich ja auch was gewinnen. Der Glückliche hatte den Schatzsuchmarathon schon hinter sich und seine Kiste beim Notar abgegeben, um später voller Spannung die Kistenöffnung zu erwarten. Mein Glück wollte sich aber einfach nicht einstellen und nachdem meine, an diesem Tag beschränkten Kräfte, aufgebraucht waren, entschied ich mich die Suche aufzugeben und eine Skihütte anzusteuern. Es gab zwar einen letzten Hoffnungsschimmer, weil noch nicht alle Kisten gefunden waren, aber ich wollte das Feld anderen überlassen.

Natürlich konnte ich mir die Schatzkistenöffnung am Gamsleiten Parkplatz am Nachmittag nicht entgehen lassen. Schließlich kann es ja sein, dass die ein oder andere Kiste nicht gefunden wurde. Sprich der Autoschlüssel könnte ja in einer der nicht gefunden Kisten versteckt sein und noch unter den Teilnehmern verlost werden. Leider hatte ich auch hier kein Glück…. aber der Tag war ja noch nicht vorbei 😉

Mein Fazit: Es war ein Heidenspaß und Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man keine Truhe findet.

Die versammelte Piratenbande.

Die versammelte Piratenbande.